Dysmate - LRS und Leghastenie

Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Für Lehrkräfte ist es essentiell, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) zu verstehen, um betroffene SchülerInnen gezielt fördern zu können. Legasthenie und LRS sind häufig auftretende Lernstörungen, die die Basiskompetenzen Lesen und Schreiben betreffen und besondere Aufmerksamkeit in der schulischen Förderung erfordern.

Einleitung

Für Lehrkräfte ist es essentiell, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) zu verstehen, um betroffene SchülerInnen gezielt fördern zu können. Legasthenie und LRS sind häufig auftretende Lernstörungen, die die Basiskompetenzen Lesen und Schreiben betreffen und besondere Aufmerksamkeit in der schulischen Förderung erfordern.

Unterschiede zwischen Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche

Legasthenie ist eine neurologisch bedingte, genetisch vererbte Störung, die spezifisch das Lesen und Schreiben betrifft. Die Ursachen liegen in einer unterschiedlichen Verarbeitung von Sprachinformationen im Gehirn. Diese Beeinträchtigung tritt unabhängig von der allgemeinen Intelligenz und schulischen Förderung auf.

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) hingegen ist oft umweltbedingt und kann durch mangelnde Sprachförderung, ungünstige Lernbedingungen oder emotionale Probleme hervorgerufen werden. Im Gegensatz zur Legasthenie kann LRS durch intensive Förderung und gezielte pädagogische Maßnahmen oft vollständig überwunden werden.

Gemeinsamkeiten

Beide Phänomene haben gemeinsam, dass sie sich durch Schwierigkeiten beim Erlernen und Anwenden der Lese- und Schreibfähigkeiten äußern. Sowohl Legasthenie als auch LRS können zu Frustration und einem niedrigen Selbstwertgefühl bei den betroffenen SchülerInnen führen.

Diagnostik und Förderung

Die Diagnostik ist der erste Schritt zur erfolgreichen Förderung. Bei Verdacht auf Legasthenie oder LRS sollten standardisierte Tests durchgeführt werden, um die spezifischen Schwierigkeiten zu identifizieren. Ein frühzeitiges Erkennen ist entscheidend, um rechtzeitig geeignete Fördermaßnahmen einzuleiten.

Lehrkräfte spielen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung betroffener SchülerInnen. Individuelle Förderpläne, die auf die spezifischen Bedürfnisse der SchülerInnen abgestimmt sind, können signifikant dazu beitragen, deren Lese- und Schreibfähigkeiten zu verbessern. Differenzierter Unterricht, der auf multisensorischen Ansätzen basiert, kann hier sehr hilfreich sein.

Startchancen-Programm

Das Startchancen-Programm bietet Schulen finanzielle Unterstützung, um gezielt Maßnahmen zur Förderung der Basiskompetenzen Lesen und Schreiben umzusetzen. Durch das Programm werden Schulen in sozialen Brennpunkten speziell gefördert, um die Chancengleichheit zu erhöhen und den Bildungserfolg unabhängig von der sozialen Herkunft zu verbessern​​.

Empfehlung: Online-Test Dysmate

Im Rahmen des Startchancen-Programms wird empfohlen, den Online-Test Dysmate anzuschaffen. Dieser Test ermöglicht eine genaue Diagnostik der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten und hilft dabei, individuelle Förderpläne zu entwickeln​ Dysmate ist ein wissenschaftlich fundiertes Diagnosetool, das sich durch hohe Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit auszeichnet. Die Nutzung solcher digitalen Tools wird im Orientierungspapier des Startchancen-Programms explizit empfohlen, um die individuelle Diagnostik und Förderung zu unterstützen​​.

Schlussfolgerung

Das Verständnis der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Legasthenie und LRS ist für Lehrkräfte von zentraler Bedeutung, um betroffene SchülerInnen effektiv zu fördern. Diagnostik und individuelle Fördermaßnahmen sind hierbei unerlässlich. Das Startchancen-Programm bietet eine hervorragende Möglichkeit, zusätzliche Ressourcen und Unterstützung zu erhalten, um die Basiskompetenzen Lesen und Schreiben gezielt zu stärken und die Chancengleichheit zu fördern. Die Anschaffung des Online-Tests Dysmate im Rahmen des Programms stellt eine wertvolle Investition dar, um die Diagnostik und Förderung weiter zu optimieren.

Forschung

Im Winter 2024/2025 normieren wir den Test “Dysmate-C” für die 2. bis 6. Klassenstufe in einer deutschlandweiten Studie. Wir benötigen dafür die Unterstützung von möglichst vielen Schulen, damit eine umfangreiche und diverse Stichprobe zusammenkommt! Teilnehmende Lehrkräfte erhalten eine Jahreslizenz des fertigen Testverfahrens sowie Zugang zu diversen Weiterbildungsangeboten zum Thema LRS und Sprachförderung. Sie sind interessiert am Thema LRS, möchten Schüler:innen besser unterstützen und zudem einen Beitrag zur Entwicklung eines effektiven Testverfahren leisten? Dann melden Sie sich mit einer E-Mail bei andrea.anderson[@]uni-flensburg.de oder florian.koch[@]uni-potsdam.de.

Dieser Artikel wurde zuvor von unserem Partner Inklusion Digital veröffentlicht.
Quelle: https://www.inklusion-digital.de/legasthenie-und-lese-rechtschreib-schwaeche-unterschiede-und-gemeinsamkeiten/

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Dysmate wurde entwickelt, um Lese- und Schreibschwierigkeiten sowie Legasthenie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erkennen.

Die Dysmatetest bestehen aus Screening-Tests und Folgetests, die wiederum aus verschiedenen Untertests bestehen.

Als Teil unseres Ziels, das Allgemeinwissen über Legasthenie und Lese- und Schreibschwierigkeiten zu stärken, schreiben wir Artikel, die wir regelmäßig veröffentlichen.

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Die Schülerinnen und Schüler der Grace-Hopper-Gesamtschule dürfen zu dieser Normierung und damit zur Forschung in diesem Bereich ihren Beitrag leisten.
Als Schule für gemeinsames Lernen sehen wir klar den Mehrwert dieser Studie und Kooperation für unsere Schule: Alle an der Bildungsarbeit der Schülerinnen und Schüler Beteiligte gewinnen dadurch noch mehr Aufschluss über eventuell vorliegende Besonderheiten im Lese-Rechtschreibkompetenzbereich. Dies ermöglicht uns im Anschluss noch genauer den Förderbereich Ihres Kindes auszumachen und geeignete Maßnahmen zur Förderung zu ergreifen.

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Lehrerin

Informationen zur Normierungsstudie der Testreihe Dysmate in Deutschland

Dysmate-Tests dienen der Erkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Das Verfahren basiertauf langjähriger Forschung an der Arktischen Universität Tromsø in Norwegen und besteht aus einem Screening-Test und einem Follow-Up-Test.

Wir normieren derzeit die deutsche Version der Dysmate-Tests in Zusammenarbeit mit Forscher:innen der Europa-Universität-Flensburg und der Universität Potsdam.

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